Deutschland ist ein Land der Kaffeetrinker. In kaum einen anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union wird so viel Kaffee verzehrt wie hierzulande. Morgens auf dem Weg zur Arbeit, im ausgezeichneten Restaurant des Guide Michelin oder zur Entspannung in der Mittagspause. Kaffee begeistert als Getränk – und guter Kaffee noch viel mehr. Doch woran erkennt der Laie eine gute Kaffeebohne? Bei der Qualität von gerösteten Bohnen gibt es erhebliche Unterschiede, die sich auf den Geschmack auswirken. Die Kaffeerösterei Andraschko aus Berlin weiß genau, wie die perfekte Kaffeebohne aussieht.

Kaffeebohne

Die äußeren Werte zählen
Wer Obst und Früchte bei Edeka oder einem Discounter kauft, schaut sich die Frucht vor dem Kauf genau an. Das selbe Vorgehen ist beim Kauf von ganzen Kaffeebohnen geraten. Viel verrät die Verpackung über die mögliche Qualität der Kaffeebohnen. Sie geben nach dem Verpacken in der Kaffeemanufaktur CO2 ab. Ein Aromaventil in der Verpackung ermöglicht das Entweichen von CO2 und verhindert zudem, das Sauerstoff in das Innere gelangt. Zu viel CO2 oder Sauerstoff in der Verpackung ist schädlich und wirkt sich negativ auf die Qualität aus.
Siegel auf der Verpackung können ein weiterer Indikator für guten Kaffee sein. Zertifizierungen sind für Unternehmen und Röstereien sehr teuer. Schmücken sie sich mit einem Siegel, etwa dem Fairtrade-Siegel für Kaffee, möchten sie damit Vertrauen in das Produkt wecken.

Eine Frage des Geldes
Erkennt man eine gute Kaffeebohne an ihrem Preis? Gibt es einen billigen Kaffee aus der Kaffeerösterei Berlin, der uneingeschränkt empfehlenswert ist? Höchsten Kaffeegenuss zum Discounterpreis im Aldi Bistro gibt es nicht. Der Kaufpreis für Kaffeebohnen kann definitiv als Indikator für eine gute Qualität angesehen werden.
Guter Kaffee hat seinen Preis – und der ist nicht für ein paar Münzen erhältlich. Der Unterschied ist zu schmecken. Bei einer Verköstigung in der Kaffeemanufaktur des Vertrauens erkennen selbst Laien schnell, wie eine höhere Qualität der Bohne sich nachhaltig auf den Geschmack auswirkt.

Was die Bezeichnung verrät
Viele Hersteller schmücken ihre Produkte mit Bezeichnungen wie “Hochlandkaffee” oder “Arabicabohne”. Was steckt hinter diesen Bezeichnungen? Hochlandkaffee verspricht eine gute Qualität. Je höher in den Bergen Bohnen angebaut werden, umso langsamer reifen sie. Das wirkt sich positiv auf die Qualität der späteren Bohne aus.
Arabicabohnen haben einen geringen Säure- und Koffeingehalt. Sie gelten generell als sehr verträglich für den Magen. Der Anbau dieser Bohnen ist aufwendig, die Pflege und die Anbaubedingungen sind anspruchsvoller. Generell verspricht die Arabica-Bohne mehr Qualität als die Robusta-Bohne. Sie verfügt über mehr Aroma, während die Robusta-Bohne kräftig im Geschmack ist und einen leckeren Espresso aus der Espressomaschine für Zuhause zaubert.

Ein Blick auf die Bohne
Die Qualität lässt sich an der Bohne erkennen. Hochwertige Bohnen sind nicht zerbrochen und frei von Schimmelbefall. Einige wenige zerbrochene Bohnen sind gewöhnlich und kein natürliches Produkt ist frei von Schädlingen. Nur wenn die Beeinträchtigungen zu groß sind, wirkt sich das auf die Qualität aus.
Zu guter Letzt ist die Röstung entscheidend für die Kaffeequalität. Und da gilt: Guter Kaffee wird in Trommelröstern geröstet. Es besteht ein signifikanter Unterschied zur industriellen Röstung. Ein hochwertiger Kaffee aus der Trommelröstung der Kaffeemanufaktur hat mehr Aroma. Ganz gleich, ob er zu Hause oder im neuen Terrassencafé Kakadu im Tierpark Berlin genossen wird.