Waberten früher intensive Rauchschwaden durch Restaurants und Lokale, haben sich diese Zeiten seit In Kraft treten des Raucherschutzgesetzes massiv geändert. Heute trifft man Raucher nur noch an zwei Orten an: in speziellen Raucherkneipen oder an der frischen Luft. Einige Restaurants haben zudem abgeschlossene Bereiche, die speziell für Konsumenten von Zigaretten eingerichtet worden sind. Das ist die heutige Situation von Rauchern. Doch wie sieht es mit E-Zigaretten im Restaurant aus?

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Positives Urteil für Dampfer ist noch lange kein Freibrief

Die E-Zigarette im Lokal? Ist das erlaubt? Vielfach werden Konsumenten von E-Zigaretten in Restaurants genauso behandelt wie richtige Raucher. Die Gesetzeslage zum Thema E-Zigaretten in Kneipen und Restaurants ist zum Teil nicht ganz deutlich. Laut dem Oberverwaltungsgericht in Münster (NRW) ist es zumindest in Nordrhein-Westfalen prinzipiell erlaubt, E-Zigaretten in Kneipen und Restaurants zu rauchen. Ein Kölner Gastwirt klagte 2014 dagegen, dass man ihm untersagte, das Rauchen von E-Zigaretten in seinem Lokal zu erlauben. In der Praxis ist die Ausgangslage meist nicht so eindeutig, denn die Frage nach der Akzeptanz ist jedoch eine ganz andere. Das heißt, wer sein E-Zigaretten-Set in der Gastwirtschaft auspackt, um dort zu dampfen, muss damit rechnen, dass er des Raumes verwiesen wird. Die endgültige Entscheidung, ob in der Lokalität gedampft werden darf oder nicht, liegt beim Hausherren. Deswegen gilt es immer zuerst nachzufragen, ob der Gebrauch von E-Zigaretten erwünscht ist oder nicht. Ein eventuelles Nein des Wirtes muss akzeptiert werden. Zu viele Wirte haben die berechtigte Sorge, dass andere Gäste sich durch den Dampf der E-Zigarette gestört fühlen. Viele Gäste sind inzwischen daran gewöhnt, dass beim Essen nicht mehr geraucht werden darf. Der aufsteigende Dampf einer E-Zigarette kann schnell mit dem Rauch einer herkömmlichen Zigarette verwechselt werden.

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Initiative “Dampfen erlaubt”

Rund um das Thema Dampfen in der Gastronomie werden auch abseits der Gerichtshöfe angeregte Debatten geführt. Eine aus dem Urteil des Verwaltungsgerichtes resultierende Initiative ist die “Dampfen erlaubt”. Die Initiative stellt sowohl Sticker zur Verfügung, die Lokale, die das Dampfen ausdrücklich erlauben, bei sich an die Tür kleben können sowie eine Online-Karte auf der alle dampferfreundlichen Lokale gelistet werden. Wie viele Sticker bislang tatsächlich an Türen von Kneipen und Restaurants kleben ist jedoch unbekannt.

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