Corporate Design in der Gastronomie

Sie haben sich dazu entschieden, sich in der Gastronomie selbstständig zu machen, haben die nötigen fachmännischen und vor allem kaufmännischen Erfahrungen in diesem Bereich. Die Wahl für ein gastronomische Konzept ist getroffen. Den Standort und Ihre Konkurrenz haben Sie tiefgehend analysiert. Sie haben einen Businessplan erstellt und die nötige Finanzierung, um die ersten Wochen zu überstehen, ist auch gesichert.
Dann kann es jetzt an die Einrichtung gehen.

Beim Essen gilt: Das Auge isst mit!Das Gleiche gilt für das Konzept des Restaurants: Je besser das Gesamterlebnis von Essen und Atmosphäre abgestimmt ist, desto eher werden die Gäste Ihres Restaurants wiederkommen. Diese kommen in erster Linie ja nicht nur, um ihren Hunger zu stillen, das können sie auch zu Hause. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum man außer Haus essen möchte, zum Beispiel nicht Kochen wollen, Entspannung, Belohnung, Inspiration, Heißhunger und viele mehr. Abhängig davon entscheidet sich der Gast für ein Restaurant.

Mit dem Corporate Design Manual für Konsistenz sorgen
Egal ob Bistro mit Fingerfood oder Sterne­-Restaurant mit Haut Cuisine. Die Einrichtung sollte das Speisenangebot widerspiegeln und dem Gast vermitteln, was ihn erwartet ­noch bevor er sich die Karte angesehen hat. Es muss einen roten Faden geben, der sich durch das gesamte Konzept zieht ­von der Küche, zum Service bis hin zum Design.

Um eine Richtlinie für das Einrichten zu haben, sollten Sie einen Grafikdesigner beauftragen, ein Style­Guide oder ein Corporate Design Manual für Ihr Restaurant zu erstellen. Diese enthalten die zum Konzept passenden Farben, Wort­ und Bildzeichen und helfen bei der Gestaltung von Geschäftspapieren, Werbemitteln, Ausstattung, Internetauftritt und sogar der Berufskleidung ihrer Angestellten. Sollten Ihre Ressourcen zum Anfang nicht ausreichen, um einen Designer zu beauftragen, können Sie sich auch selber daran machen, die Richtlinien festzulegen:

1. Farbe
Besondere Beachtung sollten Sie dabei der Farbpsychologie widmen. Gerade beim Essen hat diese einen großen Einfluß verwenden Sie deshalb Appetit anregende Farben wie Rot, Gelb, Apricot und Grün. Wichtig: Merken Sie sich die Farbcodes, damit Sie in Zukunft immer die gleichen Farben verwenden.

2. Schriftarten
Entscheiden Sie sich für eine zu Ihrem Konzept passend Schriftart mit serife (konservativ) oder serifenlose (modern) Font. Wichtig: Benutzen Sie nie mehr als zwei Schriftarten.

3. Logo
Nehmen Sie keine Bilder oder Cliparts aus dem Internet. Diese unterliegen entweder dem Copyright oder wurden schon anderweitig verwendet. Versuchen Sie sich selber am Zeichnen, am besten gleich als Vektorgrafik. Wichtig: Vektorgrafiken lassen sich beliebig skalieren ­das ist gerade für das spätere Drucken von Vorteil!

Style Guide für Werbeflyer nutzen
Haben Sie Ihren Style Guide vorliegen, können Sie mit der Gestaltung Ihrer Einrichtung, Geschäftsunterlagen und Werbemaßnahmen beginnen. Zum Standard gehört heutzutage die eigene Website. Warten Sie jedoch nicht damit, bis das Restaurant schon fertig ist. Spätestens zum Tag der Eröffnung, besser eine Woche vorher, sollte die Seite fertig sein, damit sich Ihre zukünftigen Gäste über das Restaurant und die angebotenen Speisen informieren können.
Ebenfalls vor dem Start sollte mit der Werbung begonnen werden. Hier empfiehlt es sich bei einem kleinem Budget, günstig bei einer Online­-Druckerei wie print24 zu drucken. Anschließend können Sie die Werbematerialien in der Nachbarschaft verteilen. Auch diese werden wieder in den Farben und der Schriftart des festgelegten Corporate Design gestaltet und es sollte dem Empfänger sofort klar sein, was ihn erwartet. Ruhig ein paar mehr drucken als verteilt werden ­den Rest können Sie im Restaurant auslegen.

Laden Sie doch vor dem Start die Autoren eines lokalen Blogs zu einem Probeessen ein, mit der Bitte, dass darüber ein kleiner Beitrag geschrieben wird. So können Sie schon einmal den Betrieb testen, haben eine kostengünstige Werbung und der Autor einen interessanten Artikel für seinen Blog ­Win Win Situation. Später können Sie dann in etwas teurere Werbung investieren. Die beste Werbung ist natürlich die Empfehlung von einem Gast. Wenn dieser Ihr Restaurant rundum zufrieden verlässt, wird er für Sie kostenlos Werbung durch Mund­ zu­ Mund Propaganda machen.