Basque Culinary World Prize

Fachkräfte in der Gastronomie sind bis zum 19. Mai eingeladen, Köche für den internationalen Basque Culinary World Prize vorzuschlagen. Der mit Euro 100.000 dotierte Preis, der nun zum zweiten Mal vergeben wird, wurde ins Leben gerufen, um Köche mit wegweisenden Projekten auszuzeichnen, die die Gesellschaft durch Gastronomie verbessert haben. Er wird von einigen der weltweit einflussreichsten Köche vergeben. Der Preis spiegelt die Entwicklung der Gastronomie wider, indem eine Generation von Köchen aufzeigt, dass sie der Gesellschaft auch “jenseits der Küche” etwas beizutragen haben. Um für die Auszeichnung berücksichtigt zu werden, müssen Köche auf der Webseite des Basque Culinary World Prize, www.basqueculinaryworldprize.com, vorgeschlagen werden.

Preisträger erhält Euro 100.000
Der Basque Culinary World Prize wird von der baskischen Regierung organisiert und gefördert – unter Mitwirkung der Euskadi-Baskischen Länderstrategie und des Basque Culinary Center (BCC, Baskisches Kulinarisches Zentrums), einer in der Gastronomie weltweit führenden akademischen Einrichtung. Es handelt sich dabei um einen jährlich vergebenen Preis, der die Leistung eines Kochs auszeichnet, die darlegt, wie Gastronomie eine starke Kraft der Veränderung sein kann. Es geht um jene Männer oder Frauen, deren Einfluss, “jenseits der Küche”, u.a. in Bereichen von Innovation und Forschung über Bildung, Gesundheit, sozialem Engagement bis hin zu Unternehmertum wahrgenommen werden kann. Der Preisträger erhält Euro 100.000, um diese in ein Projekt eigener Wahl zu investieren, welches die weitreichendere Rolle der Gastronomie in der Gesellschaft widerspiegelt.

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© Basque Culinary World Prize

Um Berücksichtigung für den Preis zu finden, müssen Köche von einer anderen Fachkraft, die gegenwärtig in der Welt der Gastronomie tätig ist, vorgeschlagen werden – beispielsweise von einem anderen Koch, einem Ernährungsjournalisten, Nahrungsmittellieferanten oder einer Institution. Der Preisträger wird am Dienstag, dem 18. Mai 2017 beim Treffen des Internationalen Komitees des Basque Culinary Center in Mexico City bekannt gegeben.

Im vergangenen Jahr kamen Vorschläge aus mehr als 30 Ländern; 110 verschiedene Köche wurden nominiert. Die Projekte, mit denen sie teilnahmen, reichten von Innovation über Bildung, Gesundheit, Forschung, Nachhaltigkeit bis hin zu sozialem Unternehmertum und Philanthropie sowie dem Erhalt lokaler Kulturen.

Spitzenköche im Rat des Basque Culinary Center
Über den Preis bestimmt eine Reihe der weltweit respektiertesten Köche, welche den Internationalen Rat des Basque Culinary Center bilden. Unter dem Vorsitz von Joan Roca (Spanien) werden Gastón Acurio (Peru), Ferran Adrià (Spanien), Alex Atala (Brasilien), Dan Barber (USA), Michel Bras (Frankreich), Heston Blumenthal (GB), Massimo Bottura (Italien), Dominique Crenn (Frankreich), Yoshihiro Narisawa (Japan), Enrique Olvera (Mexiko) und René Redzepi (Dänemark) mitentscheiden. Erstmals wird auch Maria Fernanda di Giacobbe, Preisträgerin des Basque Culinary World Prize 2016 dabei sein. Führende Experten verwandter Disziplinen ergänzen die Kury, etwa die gefeierte mexikanische Romanautorin Laura Esquivel (Like Water for Chocolate), Kirmen Uribe, der baskische Romancier, Lyriker und Theaterautor, und die italienische Expertin für humanitäre Maßnahmen Cristina Franchini.

Arantxa Tapia, Sekretärin für ökonomische Entwicklung und Infrastruktur der baskischen Regierung, sagt: „Diese Auszeichnung ist Teil der Baskischen Länderstrategie. Die Marke unseres Landes, basierend auf unseren Stärken und unserer Individualität, positioniert uns als Global Player, als Maßstab für Außergewöhnlichkeit, als Vorbild für Lebensqualität und sozialen Zusammenhalt, sowie als Inbegriff für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.

Wir wollen, dass das Baskenland in der Gastronomie international führend bleibt, denn wir sind überzeugt von der Bedeutung, den dieser Sektor einnehmen kann. Wir verstehen Gastronomie als Teil einer ‘Wertekette’ der Gesellschaft – und als Motor für Wandel, der Konventionen aufrüttelt und Lösungswege für soziale Probleme anbietet.“

Joxe Mari Aizega, Leiter des Basque Culinary Center, sagte: „Fachkräften der Gastronomie bleibt nur noch wenige Wochen, um einen Koch oder eine Köchin vorzuschlagen, von dem /der sie wissen, dass er/sie positiven Einfluss auf ihre Gemeinschaft ausübt. Es gibt eine Menge Köche, die für ihre herausragende Arbeit Anerkennung und Wertschätzung verdienen. Der Nominierungsprozess ist einfach: auf der Seite www.basqueculinaryworldprize.com eine kurze Beschreibung verfassen, warum ein/e bestimmte/r Koch/Köchin ein/e würdige/r Preisträger/in ist. Wir garantieren die Anonymität aller, die einen Koch oder eine Köchin vorschlagen.

Gastronomie kann einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben, wenn Köche ihre Verantwortlichkeiten wahrnehmen, die damit einhergehen, dass sie eine Stimme in der Öffentlichkeit haben. Im zweiten Jahr der Auszeichnung wollen wir mehr Beispiele herausragender Arbeit von Köchen auf der ganzen Welt ‘jenseits der Küche’ aufzeigen – seien sie bekannt oder unbekannt.”

Joan Roca
Joan Roca, Vorsitzener der Jury des Culinary World Prize, und Restaurantchef, El Celler de Can Roca, Katalonien, Spanien, sagt: „Der Basque Culinary World Prize weist in der Gastronomie tätige Männer und Frauen aus, die nach Herausragendem streben. Diese innovativen, kreativen, entschlossenen – und manchmal ungestümen – Wegbereiter, die in ihrer Gemeinschaft engagiert sind und tagtäglich zeigen, wie Gastronomie als Motor für Veränderung sein kann.”

Kreativität und Innovation
Eine Generation internationaler Köche hat ihren Beruf neu definiert, indem sie neue Fähigkeiten, Kreativität, Innovation und soziale Anliegen in ihre Vorgehensweise integrierte. Der Basque Culinary World Prize würdigt diese Weiterentwicklung und steht Köchen jeder Nationalität offen, die darlegen, wie Gastronomie heute eine starke Kraft für Wandel sein kann. Alle Mitglieder des Internationalen Rats des BCC, die beim jährlichen Treffen in Mexico City im Juli anwesend sind, werden beim Auswahlverfahren mitwirken, gemeinsam mit ihren Gastexperten.

Nach dem Ende des Nominierungszeitraums werden die vorgeschlagenen Namen vom Preiskomitee berücksichtigt werden, einer Gruppe von Akademikern von Universitäten wie der Abteilung für Ernährungssysteme, Kultur und Gesellschaft der Universität Oberta de Catalunya (UOC) und besonderer Gäste. Diese schließen mit ein: Elena Arzak, eine der gefeiertsten Köchinnen der Welt und gemeinsame Chefköchin im Arzak in San Sebastian; Dr F. Xavier Medina, Sozialanthropologe und führender Gelehrter im Bereich Ernährung und Kultur; Marta Miguel Castro, Expertin für Ernährungssysteme. Jorge Ruiz Carrascal, Professor der Abteilung für Nahrungsmittelwissenschaft an der Universität Kopenhagen; und Melissa Shannon Di Pietro, Ko-Gründerin des Yale Sustainable Food Project (Projekt für Nachhaltigkeit von Nahrungsmittel Yale) und Geschäftsführerin von Rene Redzepis einflussreicher MAD-Stiftung.

Basque Culinary World Prize

Gemeinsam werden sie abschätzen, welche der Nominierten die Urteilskriterien erfüllen und werden die zehn stärksten Finalisten heraussuchen und die Liste an die Preisjury weiterreichen, welche den oder die Gewinner/in auswählt, der am 18. Juli in Mexico City bekannt gegeben wird. Die Auszeichnung wird offiziell im August im Rahmen einer Veranstaltung im Baskenland verliehen.