Gault Millau Österreich 2010
Buchrezension, Neuerscheinung/eröffnung, Restaurantkritik Kommentare (0)
GaultMillau zieht es ostwärts
Morgen am 05.11.2009 erscheint der neue Gault Millau 2010 für Österreich.
Auf der Webseite kann man heute schon lesen:
Erstmals berichten wir auch über die besten Restaurants in Prag, Budapest und Bratislava. Schwergewicht liegt aber nach wie vor auf Österreich, in der Vier-Hauben-Elite hat sich nichts verändert, aber es drängen talentierte Köche nach.
An der österreichischen Spitze des Vier-Hauben-Rankings gibt es heuer keine Änderungen – erneut 19 von 20 Punkten erreichten Steirereck im Stadtpark (Wien), Hubertus (Filzmoos), Taubenkobel (Schützen) und das Restaurant Obauer (Werfen). Auffällig sind allerdings die Anwärter für diese Bestplatzierungen: Trotz strengster Kriterien wurden heuer insgesamt 11 Restaurants mit 18 Punkten bewertet, das ist ein Rekord und zeigt, dass die qualitative Tendenz in der österreichischen Gastronomie trotz Krise steigend ist.
Immer mehr junge Köche – Andreas Döllerer, Alexander Fankhauser, Thomas M. Walkensteiner, Simon Taxacher, Thorsten Probost, Gerhard Fuchs, Thomas Dorfer, Silvio Nickol – stiegen in die Riege der besten Köche des Landes auf und weisen in eine verheißungsvolle Zukunft.
Ebenso erfreulich ist die Haubenstatistik unter den Neueinsteigern. Aus dem Stand auf 17 Punkten landeten Bobby Bräuer im Petit Tirolia in Kitzbühel und Didi Dorner mit seinem gleichnamigen Restaurant in Stainach. Meinrad Neunkirchner erreichte mit seinem Freyenstein (Wien, 18) 16 Punkte und der Finalist des GaultMillau-Newcomer-Wettbewerbs 2007, Stefan Lastin, erkochte in der Bentleys Stube in Zürs zwei gut abgesicherte Hauben mit ebenfalls 16 Punkten.
Insgesamt 44 neue Haubenlokale wurden in den GaultMillau 2010 aufgenommen – darunter zwei mit 17 Punkten, zwei mit 16 Punkten, fünf mit 15 Punkten, 13 mit 14 Punkten und 22 mit 13 Punkten. Eine erfreuliche Leistung der österreichischen Gastronomie.
Auf- und Absteiger
Aufsteiger des Jahres ist das Aiola City in Graz, das um 2,5 Punkte auf 15 zulegen konnte. Um je zwei Punkte legten das Sacher-Restaurant (16), das Gourmetrestaurant Kaps in Kitzbühel (16) und das Carpe Diem Finest Fingerfood in Salzburg (15) zu. Umgerechnet sind das je zwei Hauben.
Fünf Restaurants wurden um je zwei Punkte von 15 auf 13 abgewertet: Das Imperial in Wien, Goldener Berg in Lech am Arlberg, Post in Lech am Arlberg, Aenea in Reifnitz und das Grander-Restaurant in Wattens. Somit nur noch eine Haube.
Prag, Budapest und Bratislava
Der GaultMillau 2010 setzt seine kulinarischen Grenzen heuer weiter denn je: neben Südtirol und Kroatien findet der Genießer diesmal auch Empfehlungen in drei, wie wir finden, äußerst interessanten Städten – Prag, Budapest und Bratislava. Als bestes Restaurant in Bratislava wurde das Camouflage mit 15 Punkten und zwei Hauben bewertet. An der Spitze in Budapest stehen das Babel Restaurant in der Fußgängerzone (15 Punkte) und Fausto’s, ebenfalls im Zentrum, als bestes italienisches Restaurant der Stadt (15 Punkte). In Prag konnten die höchsten Bewertungen der drei neu aufgenommenen Städte erreicht werden: das Allegro im Four Seasons Hotel überzeugte mit seiner Leistung und steigt gleich mit 16 Punkten ein, ebenso wie das La Degustation Boheme Bourgeoise und das Le Grill im Kempinsky Prague Hotel (beide 16 Punkte).
GaultMillau 2010, ist für € 32,-, im Buchhandel erhältlich
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Alexander Haensel @ November 4, 2009






